die große Caldera- Runde

Diesmal nicht allein sondern zusammen mit der Crew der Helios die am Nachbarsteg liegt. Mit Maxi und Jürgen fahren wir zum Parkplatz Los Brecitos. Dort war ich vor ein paar Tagen schon um den Barranco de las Angustias zu erwandern.

Um sich den langen Anstieg entlang der Straße zu ersparen geht es mit dem Taxi weiter. In Fahrgemeinschaften bis zu 6 Personen kostet das für jeden 8,50€ und in ca. 25min ist man 800 Höhenmeter weiter auf über 1000 Meter am Mirador Lomo de Tagaste. Hier hat man die ersten grandiosen Ausblicke auf die Caldera de Taburiente.

Calderablick

Vor ein paar Tagen war ich noch dort oben, rechts, auf dem Pico de la Nieves, nochmals über 1000 Meter höher. Ich staune in Erfurcht.

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Auf dem gut begehbaren Pfad geht es nun stetig bergab. Es riecht wunderbar nach Kiefern, die Sonne scheint und ein fönartig warmer Wind streicht den Hang aufwärts. Schmale Holzstege überbrücken Barrancos in denen kleine Bächlein abwärts plätschern.

Bächlein

Unterwegs begegnen wir Arbeitern, die mühevoll mit Mini-Pistenraupen Material und Werkzeuge den Berg hinauf schaffen um die Wege zu richten. Hier hat es eine Panne. Rechts, bepackt mit einem Betonmischer, will der Zweitaktmotor nicht mehr. Sven Hilf!! ;o))

Pistenraupen

Weiter geht der Abstieg, begleitet vom unüberhörbaren Rauschen des Rio de Taburiente in der Tiefe der Schlucht. Der Roque Idafe, der heilige, legendenumwobene Felsmonolith der Urbewohner, kommt in Sicht.

Roque Idafe

Nach etwa 2 Stunden sind wir am wildromantischen Campingplatz, der wirklich nur zu Fuß erreichbar ist. Das einzige was es hier an Zivilisation gibt sind das Besucherzentrum, Toiletten und Wasser. Alles andere muss selbst mitgebracht werden.

Camping

Nun beginnt der lange, teils steile und rutschige Abstieg in den Barranco de las Angustias. Immer mit dem Roque Idafe, nun weit oberhalb, im Blickfeld.

Roque Idafe

Unten im Flussbett des Barranco de las Angustias angekommen geht es weiter abwärts, wobei immer wieder der Flusslauf überquert werden muss.

Flussqueren

Den Namen hat der Barranco von den Spaniern, die im 1600 Jahrhundert zum ersten Mal versuchten La Palma zu erobern. Sie landeten im heutigen Puerto de Tazacorte an und folgten den fliehenden Urbewohnern den Barranco aufwärts. An einer besonders engen und steilen Stelle wurden sie von den Bewohnern mit Steinlawinen angegriffen und besiegt. Von den 200 Invasoren überlebten ganze drei, die in Todesängsten (Angustias) flohen. Erst über 50 Jahre später erfolgte die zweite, dann erfolgreiche Eroberung.

Wieder am Parkplatz angekommen sind über 15 Kilometer zurückgelegt. Eine weitere, wunderschöne, intensive und unvergessliche Wandertour liegt hinter mir. Isla bonita yo te quierro.

 

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